Wilhelm Mönkemeyer (1862–1938) war ein Gärtner, Bryologe und Fachautor, der über fast vier Jahrzehnte am Botanischen Garten der Universität Leipzig wirkte. Nach seiner Berufung als leitender Obergärtner durch das Königliche Sächsische Ministerium wurde er im Alter von 32 Jahren zum Garteninspektor ernannt. In dieser Funktion nahm er maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung des Gartens. Zeitgenössische Berichte bezeichneten den Botanischen Garten als einen der „am besten eingerichteten Botanischen Gartens Deutschlands“, an dessen technischer und organisatorischer Ausgestaltung der Fachmann großen Anteil hatte.
Trotz seiner Verdienste ist Mönkemeyer an seiner ehemaligen Wirkungsstätte nahezu in Vergessenheit geraten. Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Botanischen Gartens der Universität Leipzig im Jahr 2027 bietet sich jedoch die Gelegenheit, seine Biografie erneut in den Blick zu nehmen. Denn seine Geschichte eröffnet neue Perspektiven auf die gärtnerische und wissenschaftliche Praxis der Zeit, auf internationale Netzwerke sowie auf die Rolle der deutschen Gärtner im Kontext der europäischen Kolonialpolitik.
Die Aufarbeitung seiner Biografie soll aus diesem Grund nicht nur ein Beitrag zum Jubiläum des Botanischen Gartens sein, sondern auch eine Leipziger Persönlichkeit kulturhistorisch wieder sichtbar machen, die bislang nur unzureichend aufgearbeitet wurde.
Bitte um Mithilfe
1884 trat er als junger Mann in den Dienst König Leopolds II. von Belgien und reiste nach Afrika, wo er im Kongo mit landwirtschaftlichen Aufgaben betraut war. In seinem Tagebuch schilderte er nicht nur Funde und Beobachtungen, sondern auch persönliche Einblicke in die kolonialen Machtstrukturen um 1900.
Meine Recherchen führten zu Mönkemeyer‘s Tätigkeiten im In- und Ausland, Forschungen und Publikationen sowie seiner Leipziger Zeit, aber nicht zum Aufenthaltsort seines verschollenen Tagebuchs. Falls mir jemand dabei helfen kann, den aktuellen Aufenthaltsort herauszufinden, würde ich mich über Hinweise oder Anregungen freuen, per Mail unter mike.demmig[at]htwk-leipzig.de
Das Tagebuch wurde im Katalog des Auktionshauses „Hauswedell & Nolte“ (Hamburg 13, Pöseldorfer Weg 1) für die „Auktion 240“ unter „wertvolle Bücher“ mit der Nr. 2280 aufgeführt und am 27. November 1981 (Freitag) versteigert. Der Abnehmer ist unbekannt.
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